Neuer Bericht kippt Projekt: Kommune hat 29 Millionen Kronen für Fahrradsicherheit in einer Straße investiert
Kopenhagens Kommune hat 29 Millionen Kronen in die Umgestaltung der Nordre Frihavnsgade zu einer Fahrradstraße investiert, um mehr Sicherheit für Radfahrer zu schaffen. Eine neue Evaluierungsrapport zeigt jedoch, dass das Projekt weitgehend gescheitert ist: Die Straße ist trotz der Maßnahmen nicht sicherer geworden, da zu viel Verkehr herrscht und gefährliche Überholmanöver stattfinden. Lokale Aktivisten und der Radfahrerverband kritisieren die Situation als chaotisch und fordern dringende Änderungen.
Hintergrund
Die Nordre Frihavnsgade in Østerbro, einer belebten Einkaufsstraße im Herzen Kopenhagens, sollte zu einer sicheren Fahrradstraße werden. Das Projekt startete 2018 nach Initiative von Anwohnern wie Ole Kassow, dessen Tochter von einer Autotür erfasst wurde. Statt separater Radwege wurde die Fahrbahn verengt, um Autos zum Langsamerfahren zu zwingen und Radfahrern Vorrang zu geben. Trotz 29 Millionen Kronen Ausgaben – finanziert von der Kommune – führt dies zu Engpässen: Lkw und Busse fahren in den Radbereich, Überholmanöver erzeugen Konflikte, und Eltern wagen es nicht, ihre Kinder allein fahren zu lassen.
Erik Hjulmand, Vorsitzender des Cyklistforbundet in Kopenhagen, nennt die Lage „kaotisch“ und „nahe an einem Fiasko“. Eine von Sweco für die Kommune erstellte Rapport bestätigt: Mehr Verkehr als geplant macht die Straße unsicher für Radfahrer, Schulkinder und Fußgänger. Beobachtungen vor Ort zeigen Morgenstaus mit potenziell gefährlichen Situationen, wie Lkw, die in Gegenrichtung fahren.
Ausblick
Die Kommune schlägt in ihrer Rapport Lösungen vor: Einbahnstraßenregelung, Einfahrtsverbote oder Bus-/Lkw-Schleusen zur Reduzierung des Verkehrs. Weitere Ideen umfassen bessere Ladezonen für Lieferverkehr, Aufhebung der Fahrradstraßen-Status – was Geschwindigkeitsbegrenzungen und Lieferbedingungen verbessern könnte – sowie kleinere Sicherheitsmaßnahmen. Ob und wie diese umgesetzt werden, bleibt offen; der Radverkehrverband drängt auf schnellere Handlungen, um das Projekt zu retten.
Quellen
- Primärquelle: TV 2 Kosmopol – Ny rapport dumper projekt (25. Februar 2025)
- Evaluierungsrapport von Sweco für Københavns Kommune (zitiert in der Originalmeldung)