Japan veröffentlicht Richtlinien zur Schaffung sicherer und komfortabler Fahrradnutzungsumgebungen
Das japanische Ministerium für Land, Infrastruktur, Transport und Tourismus (MLIT) hat in Zusammenarbeit mit der Nationalen Polizeibehörde neue „Richtlinien zur Schaffung sicherer und komfortabler Fahrradnutzungsumgebungen“ veröffentlicht. Diese Leitlinien zielen auf die systematische Verbesserung der Fahrradinfrastruktur ab, insbesondere durch die Schaffung getrennter Räume für Radfahrer und Fußgänger sowie die Förderung kommunaler Fahrradnetzwerkpläne. Die Initiative soll die Sicherheit steigern und den Radverkehr als nachhaltiges Transportmittel stärken.
Hintergrund
Die Richtlinien, die im Juni 2024 (Reiwa 6) aktualisiert wurden, basieren auf einer langjährigen Zusammenarbeit zwischen MLIT und der Polizei. Sie empfehlen den Ausbau von Fahrradwegen, die klar von Fußgängerbereichen getrennt sind, um Unfälle zu vermeiden und den Komfort zu erhöhen. Zudem wird die Erstellung von „Fahrradnetzwerkplänen“ durch Städte und Gemeinden gefördert – detaillierte Pläne, die priorisierte Routen festlegen und in Kooperation mit Straßenbehörden und Polizei umgesetzt werden. Beispiele wie der Plan der Stadt Mita illustrieren die praktische Umsetzung. Kontaktstellen in den regionalen Büros des MLIT stehen für Anfragen zur Verfügung.
Ausblick
Die Richtlinien sollen bundesweit zu einer flächendeckenden Fahrradnetzinfrastruktur führen und den Modal-Share des Fahrrads im urbanen Verkehr steigern. In Zeiten des Klimawandels und der Urbanisierung könnten sie als Vorbild für andere Länder dienen, indem sie effiziente, kostengünstige Maßnahmen priorisieren. Langfristig wird eine engere Integration mit öffentlichen Verkehrsmitteln erwartet, um nachhaltige Mobilität zu fördern.