Fahrradwege auf 12.000 Kilometer: Japanische Regierung setzt Ausbaumarkierungen zur Förderung der Nutzung

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Japan

Die japanische Regierung hat ein ambitioniertes Ziel für die Fahrradinfrastruktur festgelegt: Bis 2030 sollen dedizierte Fahrradwege und Spuren auf der Fahrbahn von aktuell 9.841 Kilometern auf insgesamt 12.000 Kilometer ausgebaut werden. Dies dient der Schaffung sicherer Bedingungen und der Steigerung der Fahrradnutzung als nachhaltiges Verkehrsmittel. Der Plan wird im Fiskaljahr 2026 als Kabinettsbeschluss im „Nächsten Fahrradnutzungsförderplan“ verankert.

Hintergrund

In Japan gilt nach dem Straßenverkehrsgesetz das Fahrrad grundsätzlich als Fahrzeug, das auf der Fahrbahn fahren muss. Allerdings fehlen oft ausreichend sichere Räume, was zu Sicherheitsrisiken führt. Das Land verfügt derzeit über 9.841 Kilometer dedizierter Fahrradwege und Spuren auf der Fahrbahn. Das Ministerium für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus (MLIT) plant nun, Richtlinien für Kommunen zu überarbeiten, um den Ausbau zu beschleunigen und lokale Initiativen zu unterstützen. Dieser Schritt passt in globale Trends zur Förderung nachhaltiger Mobilität und spiegelt Japans Engagement für umweltfreundliche Verkehrslösungen wider.

Ausblick

Bis 2030 soll der Ausbau die Fahrradnutzung spürbar ankurbeln, Unfallrisiken senken und zum Klimaschutz beitragen. Kommunen erhalten klare Vorgaben für Investitionen, was zu einer flächendeckenderen Infrastruktur führen könnte. Langfristig könnte dies Japan als Vorreiter in Asien für fahrradfreundliche Städte positionieren und nachhaltige Transportinitiativen weltweit inspirieren.

Quellen