Grün schönes Guangzhou: Grüne Infrastrukturplanung Teil 2 – Fallbeispiele zu dedizierten Fahrradwegen
Guangzhou fördert als Teil der „Grün schönes Guangzhou“-Initiative den Ausbau dedizierter Fahrradwege, um ein nachhaltiges Verkehrsnetz zu schaffen. Die Stadtbehörden stellen vier internationale und nationale Beispiele vor, darunter das Ruhrgebiet in Deutschland, Singapur, Peking und Xiamen, die als Vorbilder für sichere, kontinuierliche Radinfrastruktur dienen. Diese Planung zielt auf die Reduzierung von Verkehrsstaus, Förderung grüner Mobilität und Verbesserung der Lebensqualität ab.
Hintergrund
Die Planung basiert auf nationalen Richtlinien wie dem „14. Fünfjahresplan für die Verkehrssicherheit“ und der Carbon-Peak-Strategie der Zentralregierung, die den Ausbau von Fahrrad- und Fußwegen priorisieren. Guangzhou, insbesondere das Panyu-Distrikt, zieht Lehren aus globalen Erfolgen:
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Ruhrgebiet, Deutschland (RS1): Eine 101,7 km lange Hochgeschwindigkeits-Radroute verbindet 14 Städte und bedient 1,65 Millionen Einwohner. Mit 3–4 m breiten Spuren, Rastplätzen und strengen Regeln (max. 25 km/h, keine Fußgänger) wurde bereits 20 km gebaut.
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Singapur: Über 550 km Radwege, integriert in Wohn- und Arbeitsgebiete, ergänzt durch Parkplätze, „Car-Free Days“ und Subventionen. Neue Investitionen von 1 Milliarde SGD sollen die Infrastruktur bis 2030 erweitern.
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Peking (Huilongguan–Shangdi): 10,3 km dedizierte Radstraße (seit 2019), inklusive Hochbrücken und Tide-Lanes, spart Pendler 20–45 Minuten. Regeln: Nur Fahrräder, max. 15 km/h, spezielle Laderegeln.
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Xiamen (Yundingtou-Straße): 7,6 km Hochbrücke mit Panoramablick, 11 Zugängen und 600 Parkplätzen. Design für 2.023 Fahrräder/Stunde, max. 25 km/h, integriert in Grünflächen.
Diese Projekte kombinieren Planung, Bau und Management, um Sicherheit, Komfort und Vernetzung zu gewährleisten.
Zukunftsprognose
Guangzhou startet in Panyu einen Pilot für ein „Berg-zu-Meer“-Netz aus Rad- und Fußwegen, das Biobänder, Grünwege und Parks verknüpft. Mit der Strategie „Zuerst verbinden, dann aufwerten“ entsteht ein mehrschichtiges Ökosystem für umweltfreundliche Mobilität. Dies stärkt die globale Position der Stadt in nachhaltigem Transport und könnte Modell für andere Metropolen werden.