Bürokratie bremste Radweg fünf Jahre lang – nun endlich grünes Licht
Nach fünf Jahren bürokratischer Hürden hat das By- og Landskabsudvalget in Aalborg Kommune endlich grünes Licht für den Bau eines neuen Radwegs zwischen Vodskov und Vestbjerg gegeben. Der Beschluss aus dem Jahr 2020 war durch Umweltschutzvorschriften wie das Habitatdirektiv und die Notwendigkeit von Ersatznatur behindert worden. Nun können dank Landkäufen und Vergleichsvereinbarungen die Arbeiten starten und die Radinfrastruktur in der Region verbessert werden.
Hintergrund
Im Jahr 2020 beschloss der Aalborger Stadtrat den Bau zweier einspuriger Radwege auf der Strecke zwischen Vodskov und Vestbjerg, um die Sicherheit und Attraktivität des Radfahrens zu steigern. Das Projekt sollte ursprünglich im Herbst 2023 abgeschlossen sein, stockte jedoch aufgrund strenger Naturschutzregeln. Das Habitatdirektiv verlangt Ersatznatur für jedes beeinträchtigte Gebiet, und Teile der Trasse fallen unter § 3 der dänischen Naturschutzgesetze, die besondere Naturtypen zum Erhalt der Biodiversität schützen. Die Kommune musste daher in unmittelbarer Nähe neues Naturschutzgebiet anlegen – oft in einem Verhältnis von 1:2 größer als das verlorene Areal. Rådmand Jan Nymark Rose Thaysen (V) betonte: „Selbst wenn von höchster Stelle von Ab bürokratisierung die Rede ist, spüren wir das in den Kommunen nicht.“ Der Durchbruch gelang durch den Kauf eines benachbarten Areals vom kommunalen Grundwasserschutzkonsortium und Vergleichsregelungen mit Grundbesitzern.
Zukunftsaussichten
Mit der endgültigen Genehmigung am 16. Dezember 2024 kann Aalborg nun rasch mit dem Bau beginnen. Der Radweg wird die nachhaltige Mobilität fördern, Pendler entlasten und zu einer umweltfreundlicheren Verkehrspolitik beitragen. Experten wie das Vejdirektoratet sehen in solchen Projekten einen Meilenstein für europäische Radinfrastruktur, trotz anhaltender bürokratischer Herausforderungen. Lokale Politiker hoffen auf schnellere Umsetzung zukünftiger Initiativen, um Dänemarks Ziel einer klimaneutralen Verkehrsinfrastruktur voranzutreiben.