Peking plant neue Regelungen für Grünwege: Verbot weiblicher Yang- und Weidenbäume und Barrieren gegen Autos und E-Bikes
Peking entwickelt neue technische Normen für die Bau von Stadt-Grünwegen, um Radfahren und nachhaltige Mobilität zu fördern. In künftigen Anpflanzungen sollen weibliche Yang- und Weidenbäume vermieden werden, um Allergien durch Pollen zu reduzieren, und an Eingängen radfahrbarer Wege müssen Barrieren gegen Kraftfahrzeuge und E-Bikes installiert werden. Diese Maßnahmen verbessern die Sicherheit und Zugänglichkeit für Radfahrer und Fußgänger.
Hintergrund
Grünwege (Greenways) sind multifunktionale Pfade für Radfahrer, Fußgänger und Freizeitaktivitäten, die Parks, Flüsse, Grünflächen und Wohngebiete verbinden sollen. Der Entwurf des Standards „Technische Normen für den Bau städtischer Grünwege“ der Stadt Peking, der derzeit öffentlich konsultiert wird, legt detaillierte Vorgaben fest. Dazu gehören die Priorisierung natürlicher Ressourcen bei der Routenplanung, die Vermeidung von Hauptstraßen und die Integration mit Nahverkehr wie U-Bahnen und Bussen – mit Eingängen in maximal 150 Metern Entfernung zu Stationen.
Besonders relevant für Radfahrer: Radfahrwege erhalten Bollarden oder ähnliche Barrieren an den Eingängen, ergänzt durch Warnschilder, um den unbefugten Zutritt von Autos und E-Bikes zu verhindern. Bei der Bepflanzung dominieren robuste einheimische Arten; allergieauslösende Pflanzen wie weibliche Yang- und Weidenbäume (verursacher von „Flugwolle“ im Frühling) werden ausgeschlossen. Auch die Anbindung an Fahrradparkplätze und Schattenparks entlang der Wege wird gefördert. Dies passt zu Pekings Bemühungen um bessere Radinfrastruktur inmitten wachsender städtischer Herausforderungen wie Verkehr und Luftqualität.
Ausblick
Die neuen Normen könnten Pekings Grünwegenetz erheblich aufwerten und es zu einem Vorbild für nachhaltige Stadtplanung machen. Durch sicherere, allergenarme Wege und bessere Vernetzung mit dem ÖPNV könnte der Fahrradanteil im Verkehrsvermix steigen, was CO2-Emissionen senkt und die Lebensqualität verbessert. Global gesehen inspirieren solche Initiativen andere Metropolen, wie Studien zu Greenway-Nutzung zeigen, die Barriereabbau und Inklusion (z. B. für Frauen) betonen. Die finale Verabschiedung wird erwartet, sobald die Konsultation abgeschlossen ist.