Wirkung von Verbesserungen der Fahrradweg-Infrastruktur auf die Nutzung in einem New Orleans-Viertel
Eine Studie der Tulane University in New Orleans hat gezeigt, dass gezielte Verbesserungen der Fahrradspuren in einem Stadtviertel zu einem deutlichen Anstieg der Radfahrerzahlen geführt haben. Die Forscher dokumentierten die Nutzung vor und nach den baulichen Maßnahmen und stellten positive Effekte auf das Verkehrsverhalten fest. Dieses Ergebnis unterstreicht die Wirksamkeit solcher Investitionen für nachhaltige Mobilität.
Hintergrund
Die Untersuchung, veröffentlicht 2013 in der Fachzeitschrift Annals of Behavioral Medicine, konzentrierte sich auf ein spezifisches Viertel in New Orleans. Dort wurden Fahrradwege erweitert und verbessert, um die Sicherheit und Attraktivität des Radfahrens zu steigern. Die Studie von Kathryn M. Parker und Kollegen vom Prevention Research Center der Tulane School of Public Health and Tropical Medicine maß die Ridership – also die Nutzungsrate – empirisch und lieferte evidenzbasierte Daten zu den Auswirkungen auf das Verhalten der Bewohner. Im Kontext nachhaltiger Verkehrspolitik zeigt dies, wie lokale Infrastrukturmaßnahmen den Modal-Shift vom Auto zum Fahrrad fördern können, insbesondere in urbanen Gebieten mit begrenzten Radwegen.
Zukunftsaussichten
Die Ergebnisse aus New Orleans bieten wertvolle Impulse für Städte weltweit, die ihre Radinfrastruktur ausbauen möchten. Sie plädieren für weitere Investitionen in sichere Fahrradnetze, die nicht nur die Nutzung steigern, sondern auch zu gesünderen und umweltfreundlicheren Städten beitragen. Zukünftige Politik sollte solche Studien nutzen, um skalierbare Modelle zu entwickeln, etwa in Kombination mit Bike-Sharing-Systemen, und langfristig CO2-Einsparungen zu erzielen.