ADFC-Forderungen zur Radverkehrspolitik: Grüne planen Offensive für das Fahrrad
Zusammenfassung
Die Grünen in Leipzig planen eine umfassende Offensive für den Radverkehr, um den Forderungen des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) gerecht zu werden. Kernpunkte sind massive Investitionen in sichere Radinfrastruktur, höhere Fördermittel und strengere Regeln für Autoverkehr in Radwegenen. Diese Initiative soll Leipzig zu einer echten Fahrradstadt machen und den modalen Shift hin zu nachhaltiger Mobilität vorantreiben.
Hintergrund
Der ADFC hat kürzlich detaillierte Forderungen zur Radverkehrspolitik in Leipzig und Sachsen vorgelegt, darunter die Verdopplung des Anteils am Verkehrsbudget für Fahrradwege auf mindestens 20 Prozent, die Schaffung durchgehender Radverbindungen und Tempolimits von 30 km/h in Wohngebieten. Die Grünen, als starke Befürworter nachhaltiger Verkehrspolitik, reagieren mit einem ambitionierten Aktionsplan, der auf den Wahlerfolgen in Sachsen basiert. In Leipzig, wo der Radverkehrsanteil bereits bei rund 15 Prozent liegt, stoßen die Vorschläge auf breite Zustimmung, stoßen aber auch auf Widerstand von Autofahrern und Wirtschaftsverbänden. Ähnliche Initiativen gibt es bundesweit, wie in Pforzheim mit der “Fahrradstadt”-Kampagne, die als Vorbild dient.
Ausblick
Bis Ende 2024 soll der Plan der Grünen konkretisiert und in den Haushalt integriert werden, mit ersten Projekten wie der Sanierung zentraler Radwege. Langfristig zielt die Offensive auf eine Verdopplung des Radverkehrsanteils bis 2030 ab, unterstützt durch EU-Fördermittel für grüne Mobilität. Erfolge hängen von Koalitionsverhandlungen ab, könnten aber Leipzig als Vorreiter in der sächsischen Radpolitik etablieren und Impulse für andere Städte setzen.